Informationen zu Kinderkrebs
> In der Schweiz erkranken jedes Jahr ungefähr 180 Kinder an Krebs.
> Obwohl die meisten Kinder heute die Krankheit überleben, ist Krebs nach Unfällen die zweithäufigste Todesursache bei Kindern. Da Krebs meist Erwachsene trifft, ist der Anteil der Kinder an allen Krebskranken mit weniger als 1% jedoch niedrig.
> Etwa ein Drittel der Krebserkrankungen im Kindesalter sind die Leukämien. Am häufigsten ist dabei die akute lymphatische Leukämie (ALL). Mit etwa einem Fünftel bilden Hirntumore die zweitgrösste Gruppe. Weitere Tumoren sind Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphom, Neuroblastom, Nephroblastom, Keimzelltumoren, die Knochentumoren und das Rhabdomyosarkom.
Die Chance auf Heilung ist heute gross
> Heute können 3 von 4 Kindern von ihrem Krebsleiden geheilt werden. Diese Fortschritte sind das Resultat von intensiver Forschung und stetiger Verbesserung der Behandlungsmethoden.
> Die Chancen für ein Kind vom Krebs geheilt zu werden, unterscheiden sich je nach Krebsart und Umstände stark:
Was ist Krebs?
Bei Krebs vermehren sich veränderte, kranke Körperzellen schnell und unkontrolliert.
Die Krebszellen dringen in gesundes Gewebe vor und können dieses verdrängen, schädigen oder zerstören. Über das Blut oder die Lymphe können sich Krebszellen im Körper ausbreiten und weitere Krebsgeschwülste (Metastasen)
bilden.
Kinderkrebs kann behandelt werden...
Die geeignete Behandlung richtet sich nach der Tumorart, dem Alter und dem Allgemeinzustand des Kindes und kann eine Kombination von Operation, Chemotherapie und Bestrahlung sein.
> Operation
Die Entfernung des Tumors durch eine Operation ist bei soliden Tumoren ein wichtiger Teil der Behandlung.
> Chemotherapie
Gegen fast alle Krebsarten bei Kindern wirkt eine Chemotherapie mit Medikamenten.
Mit der Chemotherapie kann das Wachstum des Tumors gebremst und die im Körper verbreiteten Krebszellen abgetötet werden. Bei der Chemotherapie
werden Medikamente, so genannte Zytostatika, verabreicht. Sie hemmen oder zerstören alle sich rasch teilenden Zellen. Tumorzellen teilen sich in der Regel schneller als gesunde Zellen. Aber auch einige gesunde Zellen,
wie Haarwurzeln und Schleimhäute im Mund, Magen und Darm teilen sich rasch. Daher kommt der Haarausfall, die Übelkeit, der Durchfall bei Patienten mit Chemotherapie. Auch das Knochenmark, das die Blutkörperchen herstellt, reagiert auf die Behandlung empfindlich. Zwischen den Behandlungszyklen müssen deshalb Pausen eingelegt werden, damit sich der Körper erholen kann.
> Strahlentherapie
Bei der Bestrahlung wird der Tumor mit Röntgenstrahlen in hohen Dosen, Gammastrahlen oder Elektronen bestrahlt. Die Strahlen schädigen vor allem Zellen, die sich wie die Krebszellen teilen.
> Stammzellentransplantation
Die Schädigung des Knochenmarks durch hoch dosierte Chemotherapie oder Bestrahlung kann heute in gewissen Fällen durch eine Stammzellentransplantation
behandelt werden. Teilweise können die Blutstammzellen vom Patienten selbst vor der Behandlung gewonnen werden. In vielen Fällen ist es jedoch notwendig einen geeigneten Knochenmarkspender zu finden.
Unterstützung für kranke Kinder und Ihre Familien...
Zunächst steht die Bewältigung der veränderten Lebenssituation für das krebskranke Kind und seine Familie im Zentrum. Eine psychosoziale Unterstützung
gehört heute zur Therapie eines krebskranken Kindes. Diese Unterstützung
bieten die Kinderspitäler durch spezialisierte Kinderpsychiater und Psychologen an. Zusätzliche Stütze können Kinder und ihre Familien in Selbsthilfegruppen finden.